Konzept
Das inklusive Wohnprojekt „Unterer Weg“ hat zum Ziel, eine Gemeinschaft unter den Bewohner*innen zu fördern. Dabei soll die seelische Behinderung nicht im Vordergrund stehen, sondern das Zusammenleben.
Dieses soll so gestaltet werden, dass ein Gleichgewicht zwischen individuellen Bedürfnissen und Leben in der Gemeinschaft möglich ist. Als Rückzugsräume stehen Einzelzimmer zur Verfügung. Darüber hinaus bestehen Pflichten, die für jedes Zusammenleben unabdingbar sind. Abgerundet wird das Projekt mit einer Vielzahl an Angeboten und Begegnungsmöglichkeiten, um dem Inklusionsanspruch gerecht zu werden.
Austauschgespräche
In regelmäßigen Treffen sollen alle Themen besprochen werden, die für das Zusammenleben wichtig sind:
- Organisation (Putzpläne, WG-Kasse, Essensplanung, Ruhezeiten)
- Planung von gemeinsamen Aktivitäten
- Austausch bei Konflikten und individuellen Bedürfnissen
Die Fachkräfte des Ambulant Betreuten Wohnens sind unterstützend und bei Bedarf anleitend bei den Gesprächen dabei.
Gemeinsame Aktivitäten
In den Austauschrunden können auch gemeinsame Aktivitäten besprochen werden, die eine Gemeinschaft unter den Bewohner*innen fördern. Folgende Aktivitäten könnten z. B. eingeführt werden:
- Gemeinsam kochen
- Spieleabende
- Kreative Aktivitäten
- Feste (Sommerfest, Weihnachten, Ostern, Fasching, Halloween)
Wohnatmosphäre
Die Bewohner*innen sind verantwortlich für die Gestaltung der Gemeinschaftsräume. Da die Wohngemeinschaft jetzt neu gegründet wurde, gibt es viele Gestaltungsmöglichkeiten, die zusammen umgesetzt werden können. Dekorationen wie z. B. Bilder, Pflanzen auf dem Balkon und im Gemeinschaftsraum und allgemein die Gestaltung des Gemeinschaftsraums müssen besprochen und umgesetzt werden.
Teilhaben am Leben in der Gesellschaft
Der Sozialraum bietet viele Freizeitmöglichkeiten, die gemeinsam erkundet werden können:
- Sportvereine mit einem breiten Angebot
- Stadtteilbibliothek
- Veranstaltungshallen
- Veranstaltungen im Stadtteilladen
- Angebote vom Ambulant Betreuten Wohnen (Spaziergänge, kreatives Schreiben, Ausflüge, Gartengruppe etc.)
Vernetzung
In die inklusive Wohngemeinschaft werden Menschen mit vielfältigen Fähigkeiten einziehen. Einige studieren, machen eine Ausbildung, stehen im Berufsleben oder haben in ihrer früheren Tätigkeit wichtige Kompetenzen und Wissen erworben. Diese können z. B. genutzt werden bei:
- Lerngruppen
- Renovierungen
- Reparaturen
- Freizeitaktivitäten
Die Fachkräfte des Ambulant betreuten Wohnens können diese Vernetzung auf den gesamten Dienst mit einer Vielzahl an Klient*innen ausweiten.